Jahresbericht 2009

 Liebe Freunde Senegals,

am Ende eines sehr bewegten Jahres möchte ich euch gerne als erstes meinen Dank für eure finanzielle Unterstützung aussprechen, ohne die ich im Senegal gar nichts ausrichten könnte. Auch für die vielen Gespräche und  guten Gedanken, die mich immer auf meinen Reisen begleiten, möchte ich danken. Das alles gibt mir Kraft weiter zu machen und ein paar Familien dabei zu helfen, ihre Kinder zur Schule zu schicken oder die Möglichkeit zu geben, sich medizinisch versorgen zu lassen.

Dieses Jahr stand ganz unter dem Zeichen des Neubaus der Mutter-Kind-Station in Alwar. eingang zur station Es war für mich als Einzelperson ein sehr grosses Projekt, und ich kann mit Stolz sagen, dass es mir dank meiner verlässlichen Mitarbeiter vor Ort möglich war, diese Station im April in Betrieb zu nehmen. Es ist für unsere Verhältnisse nur ein kleiner Gesundheitsposten mit 4 Betten, aber es sind Medikamente für die häufigsten Erkrankungen vorhanden und auch die Möglichkeit für eine kontrollierte Geburt (Hygiene! und Hebamme) ist gegeben.

Die Bevölkerung des ganzen Umkreises ist so dankbar wie wir es uns gar nicht ausmalen können. Ich bekomme immer wieder Rückmeldungen, dass wir alle immer in ihre Gebete für gute Gesundheit und ein langes Leben eingeschlossen werden.

Aber neben diesem Schwerpunktprojekt habe ich unsere Patenkinder und die Frauengruppen nicht vergessen! Im Februar und April habe ich sie alle besucht und wieder kleine Geschenke wie Vitamine, Bleistifte und Kulis mitgebracht. Alle Kinder gehen regelmässig zur Schule und haben mir voll Stolz ihre Hefte und Prüfungen gezeigt. 2 Patenkinder sind dieses Jahr neu dazugekommen, nachdem 2 andere in die Sekundarschule wechselten, und sie sind sogar die Besten ihrer Klasse! Ousman ist Klassenbester

Die Verwaltung der Patenschaften klappt reibungslos, wofür ich sehr dankbar bin.

Trotz Teuerung versuchen Mathias und Malick mit dem zur Verfügung stehenden Geld auszukommen. Leider konnte ich auch dieses Jahr nicht beim Schulanfang am 8.Oktober dabei sein. Es ist immer ein ganz besonderes Ereignis, wenn alle Kinder mit ihren neuen Kleidern und Rucksäcken voll Stolz zur Schule kommen. Ich telefoniere an diesem Tag immer mit Mathias und Malick und höre die Rufe der Kinder und den Trubel im Hintergrund. Sie warten natürlich jedes Jahr darauf, dass ich kommen werde, und eines Tages werde ich es auch schaffen!

Die Frauengruppen machen mir nach wie vor grosse Freude, da sie sehr gewissenhaft mit ihren Krediten umgehen. Ich werde jedes Mal mit viel Jubel empfangen und es 4seohunt.com/www/teranga.li wird viel gelacht und erzählt. 2 Frauengruppen, die sich inzwischen vergrössert haben, hatten besonderen Grund Western union locations zur Freude. Ich konnte ihnen den Kredit aufstocken, was durch drei Spenden, die ich speziell für die Frauengruppen erhalten habe, möglich war. glückliche Frauen

Ausserdem haben wir als einmaliges Projekt dieses Jahr einem Bauern in Ndioum (Vater eines Patenkindes), den ich inzwischen recht gut kenne, ein Pferd gekauft. Diese Aktion wurde durch 2 grosszügige Spenden, die ich extra für diesen Zweck erhielt, ermöglicht. Die Situation der Familie hat sich dadurch ganz entscheidend verbessert, da der Vater nicht mehr jeden Tag zu Fuss zu seinen mehrere km entfernten Feldern gehen muss. Zusätzlich verdient er mit dem Vermieten seines Fuhrwerks noch was dazu. Pferd für einen Bauern

In Alwar wurden auf Initiative der Jugendgruppe (Studenten) im August 280, mit Spendengeldern finanzierte, Bäume gepflanzt. Wir haben im April einmal diskutiert  wie schlimm es ist, dass während der letzten 30 Jahre so viele Bäume abgeholzt wurden, um Holzkohle herzustellen. Die Wüste kann deshalb immer schneller vordringen, und der heisse Wind mit Sand fegt fast waagrecht über’s Dorf. Diesen Gedanken haben die Studenten aufgegriffen und dann zusammen mit Malick und einem Sachverständigen aus Ndioum die Pflanzung der Bäume organisiert. Sie sorgen auch dafür, dass sie bewässert und regelmässig kontrolliert werden bis sie gut angewachsen sind. Diese Aktion hat mich besonders gefreut, da die Jugendgruppe diese mit den Worten kommentierte:“ wir können nicht nur von Ute verlangen, dass sie sich für uns einsetzt, wir müssen auch selbst etwas dazu beitragen.“

Nach ein paar Monaten Ruhepause steht nun schon das nächste Projekt an.

In Alwar droht ein Schulhaustrakt mit 2 Klassenzimmern einzustürzen und die Lehrer wurden angehalten, nicht mehr darin zu unterrichten, da es zu gefährlich ist. Aber sie haben ja keine andere Wahl. einsturzgefährdetes gebäude

Bei der Einweihung der Mutter-Kind-Station wurde ich angefragt ob ich ihnen helfen könnte ein neues Haus zu bauen. Da ich zu der Zeit keine finanziellen Reserven hatte, sagte ich nur, dass ich versuchen werde Spender zu finden.

Inzwischen habe ich einige sehr grosszügige Spenden erhalten, die es mir ermöglichen, diese 2 Klassenzimmer Anfang nächsten Jahres zu bauen. Gerne hätte ich noch einen dritten Raum dazugebaut, als Bibliothek und Lernzimmer, aber dazu reichen meine finanziellen Mittel bis jetzt nicht aus. Vielleicht ändert sich das noch? So planen wir im Moment die 2 Klassenzimmer, die ja auch am wichtigsten sind.

Am Schluss meines Berichtes möchte ich euch von Herzen ein friedvolles, frohes Weihnachtsfest und einen schönen Jahresausklang wünschen.

Ich freue mich schon auf ein weiteres Jahr mit viel schönen Erlebnissen mit unseren Freunden im Senegal und lieben Spendern hier in FL!

Herzliche Grüsse

Ute Wild

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