Information an Spender November 2015

Liebe Gönner und Freunde der TERANGA Projekte

Dieses Jahr konnte ich leider nicht wie gewohnt im November nach Senegal reisen. Ich hatte im Juni eine grosse Knieoperation (neues Kniegelenk) und habe deswegen beschlossen mich ganz auf meine Gesundheit zu konzentrieren. Doch trotz meiner Pause hatten wir das Glück, dass diverse Spenden eingegangen sind und wir so unser geplantes Projekt, den Bau von 2 Klassenzimmern in Doubangué, durchführen konnten. Die Klassenzimmer konnten bis zum Schuljahresbeginn Mitte Oktober fertiggestellt werden und das ganze Dorf ist sehr dankbar, dass die Kinder nun regelmässig zur Schule gehen können. Um das Projekt sauber abzuschliessen, werden wir demnächst noch 2 Toiletten für die Schule bauen, denn die alten sind in einem miserablen Zustand, wie mir unser Projektleiter erzählt hat.

Dieses Jahr hatte Ndioum im Gegensatz zu letztem Jahr eine sehr gute Regenzeit. Doch der Regen war teilweise so extrem, dass das halbe Dorf überschwemmt war und viele alte Lehmhäuser eingestürzt sind. Es gab sogar Tote und Verletzte. Bei einem heftigen Gewitter hat es das Dach von 2 Klassenzimmern im neu gebauten Collège weggerissen. Auch das haben wir bis zum Schulanfang wieder repariert.

Unsere Patenkinder in Ndioum sind alle in die nächste Klasse gekommen und 2 werden nächstes Jahr ihre Matura machen. Die Patenkinder von Mathias sind leider nicht so gute Schüler. 3 müssen wiederholen, und ich bin gespannt was für einen Abschluss sie eines Tages machen können. Es fehlt ihnen halt auch die Unterstützung von zu Hause, da die meisten von ihnen ja in Gastfamilien wohnen müssen (siehe unser neues Projekt). Niemand kontrolliert ob sie lernen oder nicht. Und leider sind die Lehrer auch nicht so motiviert wie die Lehrer in Ndioum.

Unser neues Projekt ist nun der Bau eines Collège in Mbettite, dem Dorf, in dem wir mit der Frauengruppe die Hirseschälmaschine gekauft haben. Pfarrer Ndeb hat mir die Notwendigkeit für diese Schule erklärt. Das nächste Collège ist über 10 km entfernt und diesen Weg können die Kinder nicht jeden Tag machen. Also wohnen sie in Gastfamilien, was eine grosse finanzielle Belastung für die Eltern ist, und die Kinder werden sehr früh dem Dorf entfremdet. Mehrere Gemeinden haben deswegen beschlossen, dass ein Collège in Mbettite gebaut werden soll. Das Schulministerium ist damit einverstanden, verlangt aber von den Dorfbewohnern, dass sie selbst ein Grundstück beschaffen und mit dem Bau der Klassenzimmer beginnen sollen. Die Lehrer werden dann für diese „Schule im Bau“ vom Ministerium angestellt. Das erinnert mich sehr an das Collège in Ndioum und ist leider im Senegal die Regel. Die Dorfbewohner haben sich aber nicht entmutigen lassen. Sie haben ein Grundstück gefunden und bei allen Familien um Unterstützung angefragt. Jeder, der konnte, hat etwas gegeben und so konnten schon die Ziegel für ein Klassenzimmer angefertigt werden. Doch nun sind die Reserven erschöpft und so wurde „TERANGA Senegal“ um Hilfe gebeten. Wir verstehen die Problematik und ich bewundere die Dorfbewohner sehr für ihre Initiative. Deswegen werden wir jede Spende, die ab jetzt eingeht für den Bau dieser Schule verwenden.

Ich werde im Februar 2016 mit dem Zahnarzt Niels Hörnö und seiner Schwester, die auch Zahnärztin ist, nach Senegal reisen. Wir werden dort schon sehnsüchtig erwartet und freuen uns schon möglichst vielen Menschen auch zahnmedizinisch helfen zu können.

Mit den besten Wünschen für eine friedvolle Adventszeit und einem grossen Dankeschön für eure Unterstützung grüsse ich euch herzlich