Patenschaften

Im Senegal können sehr viele Kinder, die gerne zur Schule gehen wollen, nicht eingeschult werden, da ihre Eltern zu wenig Geld haben. Dies ist besonders in ländlichen Regionen der Fall und deswegen ermöglichen wir 30 Kindern den Schulbesuch dank einer Patenschaft.

Die Kosten für eine Patenschaft von € 100.-/Schuljahr beinhalten folgende Leistungen:

  • Einschreibegebühr in der Schule
  • Schulkleidung, Schuhe, Rucksack
  • Hefte, Kulis, Bücher
  • Nachhilfeunterricht in der Primarschule
  • medizinische Notfallversorgung
  • alle 2 Jahre 1 Moskitonetz
  • jedes Jahr eine Wurmkur

In drei verschiedenen Orten, Mbour, Mbettite und Ndioum können die Patenkinder von einer Patenschaft durch Liechtensteiner Familien profitieren. Ute Wild besucht alle Patenkinder einmal im Jahr in ihren Familien und überzeugt sich, dass die Kinder auch wirklich zur Schule gehen. Sie lässt sich die Hefte zeigen und bespricht mit den Eltern was es eventuell für Probleme gibt.

Die Verwaltung des Geldes liegt in den Händen von Mathias Diouf, Samba Gueye und Malick Gueye. Sie sind für die Familien der Ansprechpersonen vor Ort und sind seit 6 Jahren gute, zuverlässige Partner von Ute Wild geworden.

Hier stelle ich Ihnen die 3 Orte vor, in denen die Patenkinder leben:

Mbour

Mbour ist eine Stadt ungefähr 100km südlich von Dakar. Die Menschen dort leben hauptsächlich vom Fischfang und vom Handwerk und Kleinhandel. Der Fischfang ist immer weniger ergiebig, da die Gewässer von Hochseeflotten leer gefischt werden. So fällt auch eine wichtige Möglichkeit für den Kleinhandel weg.

Dort habe ich verwaltet mein Vertrauensmann Mathias 10 Patenkinder (Primarschule und Realschule). Die Kinder stammen alle aus sehr armen Familien, in 3 Fällen ist ein Elternteil verstorben oder hat die Familie verlassen. Ohne unsere Unterstützung wäre es für die Familien fast unmöglich, die Kinder zur Schule zu schicken. Da Mathias in der lutherischen Mission arbeitet, kennt er bedürftige Familien, die immer wieder Anfragen an die Mission wegen Patenschaften richten.

Mbettite

Mbettite liegt ca. 40 km südöstlich von Mbour, 4 km weg von der Hauptstrasse, mitten im Busch. Die Bevölkerung lebt nur vom Hirse- und Erdnussanbau und ist sehr arm. Es gibt keinen Strom und das Wasser muss 1 km entfernt vom Brunnen geholt werden. Die Menschen sind recht deprimiert, da es in der Regenzeit immer weniger regnet und die Ernte dementsprechend geringer ist. In diesem Dorf habe ich 7 Patenkinder, die dank einer Patenschaft zur Schule gehen können.

Nogaye von Louga

Weitere Fotos finden Sie in unserer Galerie

Ndioum

Ndioum liegt ca. 500 km nordöstlich von Dakar an einem Nebenarm des Senegalflusses und ist ein zentraler Marktflecken in der Region. Die Gegend dort ist sehr karg (Sand soweit das Auge reicht), entlang des Flusses aber ist es grün und fruchtbar. Es weht fast das ganze Jahr der heisse Wüstenwind und so sind die Lebensbedingungen extrem schwierig. Die Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft( Hirse, Tomaten, Reis), die Männer sind für die grossen Felder zuständig, die Frauen bauen Gemüse entlang des Flusses an. So haben sie wenigstens etwas zu essen, aber die Armut ist offensichtlich. Die Jungen suchen ihr Glück in Dakar und finden es meistens nicht. Aber die Hoffnung, dass es mal klappen wird, geben sie nicht auf.

Dort habe ich 12 Patenkinder, die in die Realschule und aufs Gymnasium gehen.